Freiburg (pef). Die Pfarreiratswahlen 2025 im Erzbistum Freiburg sind abgeschlossen und die Pfarreiräte der 36 neuen Pfarreien gewählt: In 231 Stimmbezirken zwischen Odenwald und Bodensee waren 1,3 Millionen Katholiken ab 16 Jahren zur Wahl aufgerufen. Für die insgesamt 771 Sitze in den Pfarreiräten kandidierten 1.031 Männer und Frauen, 748 von ihnen wurden gewählt – in einigen Stimmbezirken gab es weniger Kandidierende als zu vergebende Sitze. Die neu gewählten Pfarreiräte werden am 1. Januar 2026 ihr Amt in den 36 neuen Pfarreien übernehmen, die am selben Tag an den Start gehen.
Knapp 10 Prozent Wahlbeteiligung
Nach der Auszählung aller Stimmbezirke lag die Wahlbeteiligung insgesamt bei 9,6 Prozent (2020: 9,3 Prozent). Die Briefwahl nutzten 1,3 Prozent der Wahlberechtigten, 2,8 Prozent wählten vor Ort im Wahllokal.
Bereits jetzt lässt sich sicher sagen, dass die online-Wahlbeteiligung mit 5,5 Prozent (73.837 Teilnehmer) deutlich höher war als bei der Pfarrgemeinderatswahl 2020: Damals gaben 4,5 Prozent (69.983 Teilnehmer) ihre Stimme über das Internet ab – bei gleichzeitig 250.000 Wahlberechtigten weniger. Die online-Wahl fand bereits vor dem eigentlichen Wahltermin (am 19. Oktober) vom 5. bis 17. Oktober statt.
Die Wahlergebnisse der Pfarreien werden lokal auf deren auf deren Webseiten veröffentlicht.
„Wahl ist Kontaktaufnahme mit Gläubigen“
Der Geschäftsführer des Diözesanrates und Organisator der Pfarreiratswahl, Martin Müller, blickt zufrieden auf den Verlauf der Wahl 2025: „Die leicht angestiegene Wahlbeteiligung zeigt, dass sich neben den Engagierten und regelmäßigen Gottesdienstbesuchern mehr Menschen für das Leben der Kirche interessieren.“ Insbesondere der vergleichsweise hohe Anteil an online-Wählern zeige, dass sich diese Art der Stimmabgabe etabliert hat: „Gleichzeitig ist es eine Kontaktaufnahme zu allen wahlberechtigten Menschen, die zur römisch-katholischen Kirche im Erzbistum Freiburg gehören.“
Die neue Struktur mit wesentlich größeren Stimmbezirken habe viele Mitarbeitende vor Herausforderungen gestellt, so Martin Müller. „Mit hoher Motivation und Leistungsbereitschaft konnten die Haupt- und Ehrenamtlichen die Herausforderungen jedoch meistern. Darum danken wir vor allem den Wahlvorständen und Stimmbezirksausschüssen, die sich vor Ort engagiert haben, um die Wahl im teilweise unbekannten Terrain der neuen Strukturen gut zu organisieren. Unser Dank gilt auch allen, die die bereit waren, sich als Kandidierende zur Verfügung zu stellen, um eine wichtige Aufgabe für die Kirche der Zukunft zu übernehmen. Und natürlich bedanken wir uns bei den Wählerinnen und Wählern, die mit ihrer Stimme den neuen Gremien Rückenstärkung gegeben haben.“
Aufgaben des Pfarreirats
Der Pfarreirat ist das zentrale Organ der Pfarrei, das gemeinsam mit dem Pfarrer als Pastoralrat und als Organ der Vermögensverwaltung Verantwortung für die kirchlichen Aufgaben trägt. Dazu gehören unter anderem die
- Festlegung der wichtigsten Ziele und Schwerpunkte in der Pfarrei
- Stärkung von Teams, Gruppen und Verbänden sowie deren Eigenständigkeit
- Vertretung der Kirche in Gesellschaft und Öffentlichkeit
- Beratung zu Personalentscheidungen
- Verantwortung für Haushaltsplanung und Vermögensverwaltung
Neue Webseite für Pfarreiräte
Nicht nur die Personen sind neu gewählt, auch die Pfarreiräte konstituieren sich als Gremien der neuen Pfarreien zum ersten Mal. Um die Mitglieder der Pfarreiräte in ihrer Arbeit zu unterstützen, stellt das Erzbistum Freiburg auf der neuen Webseite pfarreiräte.ebfr.de Materialen, Informationen, Formulare und Tipps zur Verfügung. Neben Sitzungsvorlagen gibt es auch Methodenhinweise, wie eine Pfarreiratssitzung gut vorbereitet und durchgeführt werden kann.
Nachrichten über die Wahlergebnisse aus den Pfarreien gibt es zusammengefasst auf dieser Seite.
(ga)



